Madrid
Madrider Nachtleben für Besucher: La Latina, Lavapiés und Malasaña wie ein Local
Kurze Antwort
Madrid geht spät aus: Abendessen um 21:30 Uhr, die Bars füllen sich gegen 23:00-00:00 Uhr, Clubs sind vor 2 Uhr leer und laufen bis 6. Junge Madrilenen ziehen von Bar zu Bar durch La Latina (Calle Cava Baja), Lavapiés (Calle Argumosa) und vor allem Malasaña (rund um die Plaza del Dos de Mayo), Chueca ist das Viertel der LGBT-Szene. Eine Caña kostet 2-3 Euro, sobald man Sol und die Plaza Mayor hinter sich lässt. Die Promoter, die in Sol Flyer für Gratis-Shots verteilen, ignorieren Sie am besten: Diese Läden sind Touristenfallen mit System.
Der Zeitplan
Wer um 21 Uhr in einer Bar aufkreuzt, hält die Stadt für tot. Die Spanier essen zwischen 21:30 und 22:30 Uhr zu Abend, gehen gegen 23:00-00:00 Uhr auf die ersten Drinks und denken um 2 Uhr über einen Club nach. Clubs schließen um 6 Uhr morgens. Die Metro schließt gegen 1:30 Uhr; Nachtbusse (búhos) fahren die ganze Nacht ab der Plaza de Cibeles, und Taxis und Fahrdienst-Apps findet man problemlos.
Viertel für Viertel
- La Latina: Tapas-Bars und alte Tavernen in der Calle Cava Baja und den umliegenden Gassen. Am besten für den frühen Teil des Abends und für den Sonntagnachmittag nach dem Rastro-Flohmarkt, wenn das ganze Viertel ein einziges Straßenfest ist.
- Lavapiés: günstiger, alternativer und multikultureller. In der Calle Argumosa sitzen Studenten und junges Publikum dicht an dicht auf den Terrassen; ein guter Ort zum Anfangen.
- Malasaña: wo die meisten Mittzwanziger am Ende landen. Rund um die Plaza del Dos de Mayo, die Calle Espíritu Santo und die Calle Manuela Malasaña kann man kaum etwas falsch machen; nehmen Sie eine Bar voller Spanier.
- Chueca: das LGBT-Herz der Stadt, offen für alle, mit Bars jeder Art und einem großen Platz voller Terrassen.
- Huertas (Barrio de las Letras): zentral und lebhaft, aber touristischer; für den ersten Abend völlig in Ordnung.
- Salamanca: schickere, teurere Cocktailbars und Clubs für ein anderes Publikum.
Preise und was man bestellt
Eine Caña (kleines Bier vom Fass) kostet in einer normalen Bar 2-3 Euro, ein Glas Wein ähnlich viel, ein Longdrink (copa) 8-12 Euro in einer Bar und im Club mehr. Viele Bars stellen zu jedem Getränk eine kleine Tapa dazu. Bestellen Sie eine Caña oder ein Doble, kein Pint; und wer im Sommer trinken will, was die Einheimischen trinken, nimmt einen Tinto de Verano (Rotwein mit Zitronenlimonade) statt Sangria. Im Club-Eintritt ist meist ein Getränk enthalten.
Die Touristenfallen-Karte
- Die Terrassen an der Plaza Mayor und am Mercado de San Miguel: fürs Foto, nicht zum Trinken.
- Promoter an der Puerta del Sol und auf der Gran Vía, die Gratis-Shots oder einen Freidrink anbieten: weitergehen.
- Bars mit gedruckter englischer Cocktailkarte und Fotos der Drinks im Schaufenster: weitergehen.
- Wenn es ein großer, berühmter Club für eine Gruppe sein soll: Kapital in der Nähe von Atocha ist der bekannte Club auf sieben Etagen; touristisch, aber lustig. Eintritt und Dresscode stehen auf der Website.
Ärger vermeiden
Das Mindestalter fürs Trinken liegt bei 18 Jahren, und man kann nach dem Ausweis gefragt werden. Trinken auf der Straße (botellón) ist verboten und wird mit Bußgeld belegt. Das Handy im Gedränge in die vordere Tasche und nie auf den Terrassentisch; Taschendiebe sind Madrids einziges echtes Nachtrisiko. Die 112 ist die Notrufnummer, auch mit englischsprachigen Mitarbeitern.
Kurze Fragen
Wann öffnen die Clubs in Madrid?
Die meisten öffnen gegen Mitternacht, aber vor 1:30-2:00 Uhr kommt niemand. Sie schließen um 6 Uhr morgens.
Ist das Nachtleben in Madrid teuer?
In den Bars nicht: 2-3 Euro für ein Bier, oft mit Gratis-Tapa. Teuer wird es in den Clubs und Cocktailbars in Salamanca oder auf der Gran Vía.
Wie komme ich nach Metro-Schluss nach Hause?
Nachtbusse ab der Plaza de Cibeles, offizielle weiße Taxis mit rotem Streifen oder Cabify, Uber und FreeNow. Am Wochenende ist auch der Heimweg zu Fuß durchs Zentrum normal — die Straßen bleiben voll.